OrthopädenCentrum MünchenOst

Gemeinschaftspraxis für Orthopädie der  Dres. David, Düll, Ziegler und Axhausen

Hände Karpaltunnelsyndrom

Beim Karpaltunnelsyndrom kommt zu einer Druckschädigung des Handnerven („Medianusnerv“) im Karpalkanal. Dieser Kanal wird von drei Seiten von Knochen begrenzt, das Dach des Kanals bildet das Querband („Lig. carpi transversum“). Durch diesen Kanal ziehen neben dem Handnerv auch die Beugesehnen der Finger. Kommt es zu einer Verringerung des zur Verfügung stehenden Raumes durch Schrumpfungsvorgänge, Änderungen des knöchernen Form als Folge von Knochenbrüchen oder durch Schwellungen des Sehnengleitgewebes der Beugesehnen, steht dem Handnerven nicht mehr genügend Platz zur Verfügung.

Die Beschwerden äußern sich in Schmerzen und/oder Einschlafen und Missempfindungen von Daumen, Zeigefinger, Mittelfinger und dem halben Ringfinger. Es müssen jedoch nicht alle diese Finger betroffen sein. Typischerweise treten diese Beschwerden vorzugsweise nachts auf („Parästhesia nocturna“).

Die Diagnose wird aus der Beschwerdeschilderung, der klinischen Untersuchung und einer neurologischen Nervenfunktionsmessung gestellt.
In der Behandlung wird zunächst eine Nachtschiene in leichter Handbeugestellung verordnet. Als zweiter Schritt kann zusätzlich nach 3 Wochen ein lokal wirksames Kortisonpräparat in den Karpalkanal mit einer dünnen Nadel gespritzt werden. Dies kann nach 14 Tagen nochmals wiederholt werden. Sollte es nach diesen Maßnahmen nicht zu einer Beschwerdefreiheit gekommen sein, besteht die Anzeige für ein operatives Vorgehen. Das Prinzip besteht hier in einer Druckentlastung des Nerven durch Durchtrennung des Querbandes. Diese Operation kann konventionell offen, mittels Miniinzision oder endoskopisch ambulant in einer Betäubung der Hand erfolgen. Im eigenen Vorgehen führen wir den Eingriff mittels Miniinzision durch. Die Ergebnisse sind vergleichbar dem endoskopischen Vorgehen, die Übersicht jedoch besser, die OP-Zeit kürzer und die Gefahr, versehentlich den sensiblen Nervenast für den Daumen zu schädigen, geringer.