OrthopädenCentrum MünchenOst

Gemeinschaftspraxis für Orthopädie der  Dres. David, Düll, Ziegler und Axhausen

Ellenbogen Tennisarm

Epikondylitis humeri radialis („Tennisellenbogen“) und ulnaris („Golferellenbogen“)

Die Epikondylen des Oberarmknochens sind knöcherne Vorsprünge von denen die Handgelenks- und Fingerstreckmuskeln („radialis“) bzw. Handgelenks- und Fingerbeugemuskeln („ulnaris“) entspringen. Diese Muskeln sind mittels Ankerfasern („Sharpeyfasern“) im Knochen befestigt. Die Übergangszone zwischen Muskel- und Knochen ist durch Schmerznervenfasern innerviert. Bei Überlastungen durch einförmig wiederkehrende Bewegungen („repititives Mikrotrauma“) oder Verletzungen („Makrotrauma“) kommt es zu Schmerzen am Ellenbogen, die bei der Beanspruchung der beteiligten Muskeln verstärkt werden.

In der Behandlung kommt ein Stufenschema zur Anwendung. Die erste Stufe beinhaltet entzündungshemmende Salbenverbände, physikalische Therapie, eine Epikondylitisspange und Dehnübungen. In der zweiten Stufe kommen lokal wirksame Injektionen zum Einsatz. In chronischen oder wiederkehrenden Fällen bietet die extra-korporale Stoßwellentherapie („ESWT“) in 85 – 90% der Fälle eine Heilungschance. Die Operation beinhaltet die Ablösung der Muskelursprünge vom Knochen und Denervierung des Epikondylus. Seit der Einführung der ESWT (“Stosswellentherapie”) im Jahr 1996 in unserer Praxis sind Operationen nur noch in wenigen Einzelfällen nötig geworden.

Nach Abklingen der Beschwerden kommt einem strukturierten Krafttraining der Unterarmmuskeln, Modifikationen am Arbeitsplatz und der Lebensführung größte Bedeutung in der Rezidivprophylaxe zu.